Dilemma: Naturwissenschaft und/oder Medizin
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Die Medizin hat ihren Siegeszug begonnen, als sie sich zur Naturwissenschaft bekannte und deren Methoden übernahm. Das hatte allerdings auch Nebenwirkungen. Ein Merkmal der Naturwissenschaft ist die Analyse, das heißt alle Phänomene müssen in ihre Einzelteile zerlegt werden, die man dann untersuchen kann. Damit geht die Ganzheit verloren, in der Medizin auch der ganze Mensch. Aber lange Zeit konnte man die Nebenwirkungen wegen der positiven Wirkungen durchaus vernachlässigen.
Jetzt allerdings sind wir an einem Punkt angelangt, an dem es Zeit wird, die wissenschaftliche Methode weiterzuentwickeln und den heutigen Problemen anzupassen. Es geht heute nicht mehr nur um Physik oder Physiologie, sondern die neue Leitwissenschaft sind die Lebenswissenschaften. Und da ist die extrem vereinfachende Methode nicht mehr adäquat. Der Mensch ist ein komplexes Wesen.
Es hat natürlich nach wie vor Sinn, einen Parameter zu isolieren und – getrennt vom Ganzen – zu untersuchen, um dessen Wirkung verstehen zu lernen. Aber dann müssten Methoden entwickelt werden, um auch verstehen zu lernen, wie dieser vorher isolierte Parameter im Konzert der anderen wirkt. Wir wissen etwa, wie ein bestimmtes Medikament wirkt, wir wissen nicht, wie es im Verein mit vier anderen wirkt. Und wie viele Senioren bekommen mehr als vier oder fünf Medikamente?
Andere Parameter sind gar nicht zu isolieren: Wer die Wirkung von ballaststoffreicher Ernährung untersucht, untersucht in Wirklichkeit die Lebensgewohnheiten von Menschen, die unter anderem sich auch ballaststoffreich ernähren.
Was heute ansteht ist, eine Methode zu entwickeln, mit der komplexe lebendige Systeme beforscht werden können . (Die Naturwissenschaft kann ja letztlich nur tote Materie untersuchen.)
Chaostheorie = Theorie komplexer Systeme
siehe auch: Allgemeines
Medizin auf dem Weg zur Gesundheit
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Derzeit erweitert sich die Medizin, die bisher nur mit Krankheit zu tun hatte, in Richtung Gesundheit. Das bedingt allerdings einen einschneidenden Wandel. Beim Thema Krankheit war es möglich, von kranken Organen oder Krankheiten zu reden, ohne dabei zu beachten, dass dahinter ein ganzer Mensch steht. Man kann Herz- oder Lebererkrankungen abhandeln und den menschlichen „Rest“ ausblenden.
Das hat damit zu tun, dass die Medizin naturwissenschaftlich sein will und ein Merkmal der Naturwissenschaft ist die Analyse, die Zerlegung in kleinste und einfachste Teile. Der Mensch wurde im Sinne der naturwissenschaftlichen Sicht auch in der Medizin in seine Einzelteile zerlegt und analysiert.
Das mag beim Thema Krankheit auch angehen oder sogar notwendig sein, besonders wenn es sich um ein akutes, lebensbedrohliches Geschehen handelt, das ein schnelles Eingreifen von Spezialisten an einem Punkt erfordert.
Beim Thema Gesundheit geht das jedoch prinzipiell nicht: Es ergibt keinen Sinn, Gesundheit zu meinen und nur von einer gesunden Leber zu reden, denn dann bleibt die Frage offen, was ist mit den anderen Organen, was ist mit der Psyche, dem sozialen Umfeld, der spirituellen Einstellung usw.
Krankheit kann vordergründig ein Organ betreffen, Gesundheit ist nie Sache eines Organs, sondern eines Menschen.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Videospiele: bibelkonform und gewaltfrei
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Bereits seit Jahren gibt es Firmen, die sich mit der Entwicklung von bibelkonformen gewaltfreien Videospielen beschäftigen, wie N'Lightning Software oder Crave Entertainments. Nun hat einer von ihnen, Rev. Ralph Bagley, Betreiber der N'Lightning Software , selbst Vater zweier Kinder, die Christian Game Developers Foundation (CGDF) gegründet.
„Ich war immer ein Videospieler – schon seit Pacman und Pong“, nennt Bagley sein Motiv. „Als die Spiele immer brutaler und ekelhafter wurden, habe ich angefangen, mich nach Ersatz umzusehen – aber da war weit und breit nur gähnende Leere auf dem Markt.“ Also entwickelte Bagley eigene Spiele, für die er allerdings kaum Geldgeber finden konnte. Erst im April 1999, nach dem Massaker an der Columbine-Highschool und den anschließenden Diskussion über Gewalt verherrlichende Videospiele, trat eine Kehrtwende auf dem Markt ein und die christlichen Spiele begannen sich zu verkaufen. Man erkannte die schädigende Wirkung der Brutalo-Games auf die psychische Gesundheit der Kinder. Der Marktanteil der christlichen Spiele soll sich bis zum Jahr 2008 verdoppeln.
siehe auch: Allgemeines
Achtung: Im Sushi ist der Wurm drin!
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Warnung für alle Sushi Fans oder Liebhaber anderer kulinarischer Gerichte mit rohem Fisch.
Sie könnten die Larven des Anisaki Wurms zu sich nehmen und eine Magen-Darm-Erkrankung erleiden, die sich durch Abdominalkrämpfe, Brechreiz und Übelkeit bemerkbar macht.
Bis vor einigen Jahren war diese Krankheit, die Anisakiasis heißt in unseren Breiten so gut wie unbekannt. Seit jedoch die Sushi-Welle über Europa rollte, gehören auch wir zu den potentiellen Wirten dieser winzigen Larven. Wählen Sie also Ihr Sushi-Restaurant sorgfältig aus, denn die wahren japanischen Küchenmeister wissen am besten, welche Fische von einwandfreier Qualität sind. Aber auch das schützt Sie nicht vor jeglichem Infektionsrisiko, denn diese mikroskopisch kleinen Larven sind nicht immer mit bloßem Auge erkennbar. Für Ihre zu Hause zubereiteten Sushi, Sashimi & Co Gerichte empfehlen Ernährungsberater, vorher den Fisch drei Tage lang einzufrieren, denn das tötet den Anisakis. In Kanada zum Beispiel löste ein neues Gesetz eine Woge der Entrüstung bei den Sushi-Gastronomen hervor, denn diese müssen nunmehr ihre roh servierten Fische vorher einfrieren.
siehe auch: Ernährung
Sonne – in der richtigen Dosis
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Zuviel Sonne kann Hautkrebs verursachen, wie wir wissen. Experten warnten bisher davor, dass zuviel Sonne Krebs verursachen kann und rieten dazu sich entsprechend zu schützen. Sonne kann aber auch bei Krebs und sogar beim Hautkrebs helfen, wie zwei Studien in letzter Zeit belegen konnten.
Eine schwedische Studie wies nach, dass die UV-Strahlung der Sonne und von entsprechenden Lampen das Risiko einer Krebserkrankung um 30 bis 40 Prozent verringerte. Wissenschafter der University of New Mexico untersuchten den Einfluss von Sonnenlicht auf das Risiko, an einem Melanom zu sterben. Es zeigte sich, dass Patienten, die mehr Zeit an der Sonne verbrachten, seltener an den Folgen ihrer Erkrankung starben.
Warum das so ist, darüber rätseln die Experten noch. Frühere Studien wiesen darauf hin, dass von der Sonne geschädigte Hautzellen absterben und so das Krebsrisiko verringern. Möglich wäre auch, dass die erhöhte Produktion von Vitamin D das Krebsrisiko herabsetzt. Experten halten es auch für möglich, dass bereits an einem Melanom erkrankte Patienten, die sich viel an der Sonne aufhielten, zu weniger aggressiven Tumoren neigten.
Sonne schützt vor Prostata-Krebs
Schützt viel Sonne vor Brustkrebs?
siehe auch: Allgemeines
Wirtschaftsfaktor Gesundheit
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Gesundheit wird zum zentralen Motor des nächsten Wirtschaftszyklus werden. Der Russe Nikolai D. Kondratieff (1892 - 1938) zeigte auf, dass es nicht nur das kurzfristige Auf und Ab gibt, sondern auch langwellige Wirtschaftszyklen, die etwa ein halbes Jahrhundert dauern und nach ihm Kondratieff-Zyklen genannt werden. Später wurde zu dieser Theorie hinzugefügt, dass diese Zyklen jeweils von einer dominierenden Basisinnovation geprägt sind. Zwischen 1800 und heute gab es fünf derartiger Zyklen, die von Dampfmaschine/Textilindustrie, Stahl/Eisenbahn, Auto/Petrochemie und Computer/Informationstechnik geprägt waren.
Der nächste Kondratieff wird sich um die Gesundheit formieren, erläutert der Zukunftsforscher der Fraunhofer Gesellschaft, St. Augustin bei Bonn, Leo A. Nefiodow, der heute bekannteste Vertreter der Theorie der langen Wellen der Konjunktur. Im kommenden 6. Kondratieff-Zyklus werden Innovationen im Bereich Gesundheit dominieren. Allerdings wird „Gesundheit“ auf dem Weg dorthin auch einen Bedeutungswandel durchmachen: Nicht nur die rein körperliche Dimension, wie sie heute im Vordergrund steht, sondern Gesundheit in einem ganzheitlichen Sinne: auch seelische, ökologische, soziale und spirituelle Gesundheit.
"Wirtschaftsfaktor Gesundheit" in Ärzte Exklusiv 4/2005
siehe auch: Allgemeines
Unser Wille: Frei oder nicht frei?
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Die Daten des Hirnforschers Benjamin Libet haben ergeben, dass im Gehirn bereits Reaktionen da sind, noch bevor wir uns zu einer Handlung entscheiden. Libet zeigte in den 1970er und 1980er Jahren, dass eine Bewegung vom Gehirn unbewusst eingeleitet und erst danach der bewusste Wille erzeugt wird, diese Tätigkeit auszuführen. Viele Neurobiologen schließen daraus, dass der freie Wille eine Illusion ist.
Aber was hier als neue und erschreckende Erkenntnis verkauft wird, wissen wir spätestens seit Sigmund Freud, der auch schon feststellte, dass das Ich nicht „Herr im Haus“ ist. Natürlich gibt es unterbewusste und unbewusste Prozesse, und wenn die ebenfalls mit neuronalen Aktivitäten assoziiert sind, dann sagt das eben nur, dass es einen derartigen Zusammenhang gibt – nicht mehr und nicht weniger. Sie als Ursache für Entscheidungen zu interpretieren, ist eben Interpretation und nicht Faktum.
Dass das Ich nur ein äußerst begrenztes Oberflächenphänomen ist, wissen wir spätestens seit C. G. Jung. Es ist sozusagen nur die Spitze des Eisbergs unserer Persönlichkeit, die Bewusstes und Unbewusstes umfasst.
Die Welt ist eben so viel mehr als Teilchen in Raum und Zeit, meinte schon Erwin Schrödinger – aber die Physiker sind den heutigen „Lebenswissenschaftlern“ eben doch noch um „Welten“ voraus.
siehe auch: Allgemeines
Psyche und Kiefer
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Wenn die Zähne schmerzen, ist immer öfter die Psyche beteiligt. „Viele körperliche Beschwerden gehen auf seelische zurück – auch im Kiefer- und Zahnbereich“, betont Wolfgang Schmiedel, Präsident der Berliner Zahnärztekammer. Er stellt eine deutliche Zunahme der Fälle psychisch bedingter Zahnprobleme in den letzten Jahren fest. Ein Drittel der Patienten stehe unter psychischem Druck und beiße sich buchstäblich an den Problemen fest. In der Nacht mit den Zähnen zu knirschen oder das Gebiss während des Tages unbewusst zusammenzupressen sind typische Symptome, die dann häufig zu Kopf- und Kieferschmerzen führen. Psychische Belastungen würden aber von den Zahnärzten zu wenig berücksichtigt, kritisiert Schmiedel.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Alternative und Komplementäre Medizin
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Die früheren Außenseitermethoden sind nahezu salonfähig geworden. So sind komplementäre Ambulanzen in den Spitälern und sogar den Hochburgen der universitären Medizin schon selbstverständlich.
Es ist das Verdienst von Prof. Alois Stacher und seiner Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin, dass allgemein der frühere Begriff „Alternativmedizin“ ins Abseits gestellt, und an seiner Stelle nunmehr von Komplementärmedizin – die Schulmedizin ergänzende Methoden – gesprochen wird.
In der Folge unterscheidet Prof. Leo Auerbach, Gynäkologe und Leiter der AKH-Ambulanz für komplementäre Medizin, zwischen Alternativmedizin (statt Schulmedizin) und Komplementärmedizin (ergänzend zur Schulmedizin). Besonders bei Tumorerkrankungen sind komplementäre Begleittherapien durchaus sinnvoll und auch nahezu allgemein anerkannt.
Dies deckt sich mit der Stacher’schen Sicht der Ganzheitsmedizin als einem „Signal für die Integration von naturwissenschaftlich ausgerichteter Universitäts-Medizin und der Erfahrungsheilkunde unter besonderer Berücksichtigung geistiger und psychischer Gegebenheiten“.
Prof. Auerbach geht in seiner Ambulanz von der Sinnhaftigkeit einer Zusammenarbeit zwischen Schul- und Komplementärmedizin in der Onkologie aus.
Beforscht und angewendet werden hier Psychoonkologie und psychologische Begleitung, Ernährung, Bewegung und Training. Phytotherapie, Ansätze aus der chinesischen Medizin wie Kräuter, Qi Gong und Akupunktur. Dazu die Gruppe der Antioxidantien, Vitamine, Selen, Spurenelemente, etwa zur Stärkung des Immunsystems, und immunmodulierende Therapien wie die Enzymtherapie und die Misteltherapie.
siehe auch: Alternative Medizin
Rauchen gefährdet auch die Potenz
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Dass es einen sehr engen Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs, aber auch andere Formen von Krebs gibt, wissen wir. Wer raucht weiß, dass er diese Tatsache verdrängen muss. Bei Männern erhöht der Konsum von mehr als 20 Zigaretten täglich aber zusätzlich das Risiko einer Potenzstörung um 60(!) Prozent gegenüber Nichtrauchern. Und das ist unter Rauchern schon viel weniger bekannt. Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Impotenz ist seit 1986 bekannt. In einer Studie der Universität von Pretoria in Südafrika zeigte sich, dass von 116 Männern mit Potenzstörungen 108 Raucher waren.
Hauptrisikofaktoren für Impotenz sind neben Rauchen auch Diabetes, Bluthochdruck und erhöhter Cholesterinspiegel. Aber Rauchen verstärkt noch die schädlichen Wirkungen der übrigen Faktoren.
siehe auch: Umweltbelastung



