Das Wort zum „Siebenschläfer“: Schlaftag einlegen!
Dr. Helge Mücke
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Sehr viele Menschen schlafen heutzutage zu wenig oder haben ernsthafte Schlafstörungen – 30 Prozent der Erwachsenen sollen es sein! Schlaf ist also zu einem der wichtigsten medizinischen Themen geworden.
Die Ursachen sind sehr unterschiedlich. Zu den modernen Faktoren zählen Einkaufs- und Dienstleistungsangebote rund um die Uhr, Medienunterhaltung in der Nacht, Online-Geschäfte zu unnormaler Zeit ..
Vorsicht: Wer nicht 7 bis 9 Stunden täglich schläft, erhöht sein Unfall- und Sterberisiko! Bei wem das nicht möglich ist, dem empfehlen Experten, wöchentlich einen Schlaftag einzulegen!
Dem Thema widmete sich ein interdisziplinäres Forum der Bundesärztekammer.
Gerade merke ich, dass diese Tagung bereits im vorigen Jahr stattgefunden hat – da bin ich glatt einer Kurzmeldung aufgesessen, die das als aktuell „verkauft“. Wer hat denn da geschlafen?
Ich lasse es dennoch hier stehen, da wir ja gerade die Zeit um den „Siebenschläfer“ haben – in unserem Kalender am 27. Juni, eigentlich müsste es der 7. Juli sein; in anderen Ländern wird der Gedenktag sogar auf den 27. Juli gelegt!
siehe auch: Gesundheit und Krankheit | Wellness
Bindehautentzündung: Antibiotika nicht notwendig
Dr. Robert Harsieber
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Bindehautentzündung ist bei Kindern relativ häufig, die Diagnose einfach, die Unterscheidung der Ursache (Viren oder Bakterien) jeoch schwer. Standardtherapie sind daher antibiotische Augentropfen. Diese scheinen jedoch nach einer neueren Studie selbst bei bakterieller Infektion nicht nochwendig zu sein.
An der University of Oxford untersuchten Peter Rose und Kollegen die Effektivität der Antibiotikabehandlung. Von 300 Kindern aus 12 Arztpraxen erhielt die Hälfte das Antibiotikum, die andere Hälfte Augentropfen ohne Wirkstoff. Nach einer Woche waren 86 % der Kinder aus der Antibiotikagruppe geheilt, aber auch 83 % aus der Placebo-Gruppe. Selbst bei jenen Kindern, die eine bakterielle Infektion hatten, und bei denen daher zu vermuten war, dass das Antibiotikum Wirkung zeigt, war kein signifikanter Unterschied (85 % in der Antibiotika-Gruppe, 80 % in der Placebo-Gruppe) festzustellen. Die Symptome einer infektiösen Bindehautentzündung reduzieren sich somit auch ohne Antibiotika.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Unbekannter Risikofaktor
Dr. Robert Harsieber
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In Schottland ist die Zahl der Herzerkrankungen um 62 Prozent höher als in England. Selbst bei Einhaltung eines gesunden Lebensstils ist die Differenz noch immer 50 Prozent. Darum vermuten Forscher der University of Edinburgh, dass für die höhere Zahl der Herzerkrankungen ein bisher unbekannter Faktor verantwortlich sein muss.
Erwartet haben sie, dass es ein ungesunder Lebensstil, die größeren Alkoholprobleme oder ärmliche Verhältnisse sind, was sich jedoch nicht bestätigte. Unter Berücksichtigung aller bekannten Risikofaktoren haben die Schotten noch immer das doppelte Risiko, an Herzkrankheiten zu erkranken. Es muss also wirklich noch andere als die uns bekannten Risikofaktoren geben.
Und eine Studie, die kürzlich zu dem Ergebnis kam, dass diese bekannten Faktoren über 90 Prozent der Infarkte erklären könnten, ist wohl neu zu überdenken.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Drogenabhängige mit Alzheimer-Gehirnen
Dr. Robert Harsieber
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Der Konsum von harten Drogen löst bei Jugendlichen ein frühzeitiges Altern des Gehirns aus. Die Gehirne von jugendlichen Drogenabhängigen weisen Schäden auf, die sich normalerweise bei alten Personen oder Alzheimerpatienten im frühen Stadium finden. Sie haben außerdem im Vergleich zu drogenabstinenten Jugendlichen das dreifache Risiko, einen Hirnschaden zu erleiden.
Ein Forscherteam der University of Edinburgh untersuchte die Gehirne von 34 Drogentoten im Alter von 17 bis 26 Jahren. Studienleiterin Jeanne Bell stellte fest, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von harten Drogen wie Heroin, aber auch Methadon, und dem Ausmaß des Gehirnschadens gibt.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Das gute und das böse Cholesterin
Orphée Valence
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Anlässlich des „Tag des Cholesterins“ (siehe vorherigen Artikel), bietet sich ein kleiner Überblick über diese Substanz an. Denn auch wenn uns Menschen derzeit das Cholesterin arg zu schaffen macht, sollte nicht vergessen werden, dass Cholesterin eine natürliche Grundsubstanz unseres Körpers ist.
Cholesterin ist in allen Geweben vorhanden und schuftet hart für den Erhalt unsers Organismus: es hilft der Leber bei der Gallensäurenproduktion, ermöglicht den Aufbau neuer Gewebezellen und die Produktion von Steroidhormonen (z. B. Östrogenen).
Das tückische beim Cholesterin ist, dass es ein gutes und ein schlechtes gibt. Das LDL (englisch: Low Density Lipoprotein) ist das schlechte Cholesterin und das HDL (englisch: High Density Lipoprotein) ist das gute. Das schlechte LDL gibt überschüssiges Cholesterin ans Blut weiter (wo dieses sich dann an den Gefäßwänden ablagert) wohingegen das gute HDL, überschüssiges Cholesterin aus den Köperzellen und dem Blut aufnimmt und wieder brav an die Leber zurücktransportiert.
Wenn nun das böse LDL überwiegt, kommt das gute HDL mit dem Reinigen der Blutbahn einfach nicht mehr nach. Es ist also in erster Linie unsere Aufgabe, zu verhindern, dass überschüssiges Cholesterin überhaupt entstehen kann!
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
„Frauenvitamin“ Folsäure – Aufklärung tut not
Dr. Helge Mücke
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Nach Untersuchungen ist die erhöhte Bedeutung der Folsäure für Schwangere noch immer wenig bekannt - nur vier Prozent der Frauen wissen Bescheid. Folsäuremangel kann beim Embryo zu Schäden an Gehirn und Rückenmark führen (Neuralrohrdefekte), zum Teil mit schweren Behinderungen als Folge. In einer Aufklärungskampagne sollen Verbraucher und Ärzteschaft erneut informiert werden. Eine ausreichende Versorgung mit Folsäure läßt sich durch Gemüse, Milch, Vollkornprodukte und Frühstücks-Cerealien erreichen. Nach ärztlicher Beratung sind teilweise zusätzlich Folsäure- oder Multivitamin-Präparate erforderlich. Infos zum Beispiel hier.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Den ganzen Menschen behandeln
Dr. Robert Harsieber
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Herz-Kreislauferkrankungen haben vielfältige Ursachen. Laut Weltgesundheitsorganisation werden jedoch immer noch individuelle Risikofaktoren einzeln behandelt, statt des gesamten Gesundheitszustandes der Patienten. Meistens geht es um eine Häufung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohes Cholesterin, Diabetes, Rauchen und Fettleibigkeit. Daheben gibt es nicht beeinflussbare Faktoren wie z.B. Alter, Geschlecht und vererbte Herzkrankheiten.
Führende Experten verlangten daher anlässlich des Jahrestreffens der European Society of Hypertension, dass sich die Behandlung von Herzkrankheiten weltweit nicht mehr auf einzelne Risikofaktoren konzentriert, sondern mit einer umfassenden Therapie den gesamten Menschen behandelt.
Langsam scheint sich der mit der naturwissenschaftlichen Methode eingeschleuste Trend, auch den Menschen in seine Einzelteile zu zerlegen und jeden Teil unabhängig von den anderen zu betrachten und zu behandeln, umzukehren. Die von der "Schulmedizin" bislang belächelten ganzheitlich denkenden Ärzte scheinen also doch Recht zu behalten.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Nachlässigkeit kann ins Auge gehen: Diabetiker müssen zum Augenarzt
Dr. Helge Mücke
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Rund fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung sind bei uns zuckerkrank. Wenn die Krankheit zu spät entdeckt oder die Therapie versäumt wird, drohen Komplikationen. Erhöhte Blutzuckerwerte können auf Dauer zur Erblindung führen. Das läßt sich aber vermeiden, wenn man regelmäßig die Augen vom Arzt kontrollieren lässt und auf eine optimale Einstellung der Blutzuckerwerte achtet. Erklärt wird der Zusammenhang hier oder mehr wissenschaftlich hier oder aus der Schweiz als PDF-Datei
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Gebete hochdosiert
Dr. Robert Harsieber
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Der US-Herzspezialist Prof. Mitchell W. Krucoff von der Duke University in Durham beschäftigt sich seit 15 Jahren mit dem Einfluss des Glaubens auf Herzpatienten. In einer Studie untersuchte er die Wirkung von Gebeten auf die Rekonvaleszenz von Patienten nach Ballon-Katheter-Therapie. Getestet wurden 150 Patienten, die verschiedene Zusatztherapien zur Standardtherapie erhielten, wobei die Patienten, für die gebetet wurde (von Katholiken, Baptisten, Juden Moslems und Buddhisten), die besten Erfolge aufwies. Krucoff: "Die Patienten erholten sich schneller, es gab weniger Komplikationen und Todesfälle."
In der nächsten Studie mit 750 Patienten wurde auch die Wirkung einer zusätzlichen Gebetsgruppe untersucht. Ergebnis: "Die Steigerung des Genesungsprozesses durch diese Gebete liegt bei 93 Prozent." Dieser Effekt war auch ein halbes Jahr nach der Behandlung noch deutlich messbar.
Prof. Krucoff hat Konsequenzen aus seinen Studien gezogen: Er bezeichnet Gebete als wirkungsvolles Heilmittel und betet vor jedem Eingriff mit seinem Team. Sie beten dabei ein Gebet von Mutter Theresa, in dem Gott als "Großer Heiler" bezeichnet wird.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit
Risikofaktor Weltbild
Dr. Robert Harsieber
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Wir wissen, dass der so genannte „westliche Lebensstil“ die bekannten „Zivilisationskrankheiten“ wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs usw. begünstigt. Diese sind für die meisten Todesfälle der "zivilisierten" Welt verantwortlich, wären aber durch einen vernünftigeren Lebensstil zu einem relativ großen Teil sogar "sehr leicht" verhinderbar.
Zu diesem Lebensstil gehören aber nicht nur die falsche Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel etc., sondern auch die soziale und psychische Isolation (Einsamkeit und Egoismus) und das einseitig materialistische und mechanistische Weltbild mit seiner Verdrängung des Psychischen und Spirituellen.
Wenn wir über Gesundheit reden, können wir uns nicht auf die körperliche Ebene beschränken, sondern müssen die psychische, soziale und spirituelle Dimension ebenfalls einbeziehen. Das in der Medizin noch immer vorherrschende bio-mechanische Menschenbild müsste durch ein bio-psycho-sozio-spirituelles Welt- und Menschenbild ersetzt werden. Denn nicht nur unser Ernährungsverhalten, auch unser (begrenzendes und verdrängendes) Weltbild kann krankmachend sein.
siehe auch: Gesundheit und Krankheit


