Meno-, Andro- und sonstige Pausen
Dr. Robert Harsieber
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Frauen kommen in den Wechsel, die Wechseljahre oder Menopause, Männer werden wieder kindisch, was nicht so auffällt, weil sie schon lange vorher zu üben beginnen. Jedenfalls brauchen sie neues Spielzeug wie schnelle Sportwagen und/oder hübsche Mädchen. Jetzt hat man entdeckt, dass diese Midlife-Crisis auch durch hormonelle Schwankungen ausgelöst wird. Daher der Name "Andropause."
Sicher sind sich die Wissenschaftler jedoch noch nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass nun die Hormonersatztherapie für den Mann auf uns zukommt. Denn die Ärzte, die am Beginn der Hormonhysterie die Hormone wie Zuckerl unters weibliche Volk geworfen haben, betonen heute, dass man Hormone nicht wie Zuckerl unters (weibliche) Volk werfen sollte. - Und wenden sich der Männermedizin zu...
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Lebensstil beeinflusst geistigen Abbau
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Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhtes Gesamtcholesterin führen zu einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko. Aber auch das Gehirn wird von Lebensstilfaktoren beeinflusst.
Personen, die in ihren mittleren Lebensjahren fettleibig waren, haben im späteren Leben im Vergleich zu normalgewichtigen Probanden ein doppeltes Risiko, an Alzheimer zu erkrankten. Wenn außerdem Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte dazu kommen, steigt das Alzheimer-Risiko sogar auf das Sechsfache.
Umgekehrt wurde festgestellt, dass auch die Ernährung, z.B. der reichliche Verzehr von Gemüse in den mittleren Lebensjahren die geistigen Fähigkeiten jenseits des 70. Lebensjahres erhalten hilft. Freizeit-Beschäftigungen, die soziale, mentale und körperliche Aktivitäten kombinieren, können das Demenz-Risiko um bis zu 60 Prozent reduzieren. All das legt nahe, dass sich das Risiko für geistigen Abbau in späteren Jahren durch den Lebensstil beeinflussen lässt.
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Life-Extension-Therapien
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Die menschliche Hormonproduktion erreicht normalerweise im Alter zwischen 20 und 30 Jahren ihren Höhepunkt. Danach fängt sie an, abzusinken. Könnte man diese Entwicklung aufhalten, sollte sich das Leben verlängern lassen – so der (Trug) Schluss mancher Wissenschaftler, die dem Alter mit einer wilden Mischung aus Hormonen (Geschlechtshormone, Wachstumshormon, das in den USA als Wunderdroge gepriesene DHEA, Melatonin, das auch schon einmal als Wunderdroge angepriesen wurde, und Schilddrüsenhormone) zuleibe rücken wollen.
Diese Therapie ist allerdings weder einfach, noch billig, noch unumstritten: Zahlreiche Studien zeigen, dass Hormonwerte bereits im oberen Normbereich hohes Krebsrisiko bedeuten können. Die Antiaging-Ärzte meinen dagegen, dass die erzielten Hormonspiegel nicht höher seien als jene, die der Körper ohnehin aus jungen Jahren kennt.
Was aber schon der nächste Trugschluss sein könnte. Wer sagt denn, dass die Jugend die Norm für das Alter ist? Dem Körper vorzutäuschen, dass er noch gar nicht so alt ist, scheint ein beliebtes Spiel unter Medizinern zu sein. Es besteht der dringende Verdacht, dass der Jugendkult auch die Medizin infiziert hat und dass derartige Money-Extension-Therapien nicht das Leben, sondern nur die Spätpubertät verlängern. Einen therapeutischen Effekt haben sie allemal: Sie regen dazu an, sich Gedanken zu machen, was denn ein vernünftiges Altern wirklich bedeuten könnte. Denn das ist ein völlig anderes Thema.
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Überalterung?
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Der Anteil der alten Menschen in der Bevölkerung steigt drastisch, was überwiegend als Bedrohung empfunden wird, wie der Titel „Überalterung“ zeigt. Dass die weiter steigende Lebenserwartung etwas durchaus Positives bedeutet, geht dabei völlig unter.
In den skandinavischen Ländern haben Politik und Wissenschaft relativ früh auf die zunehmenden Probleme reagiert. Schweden hat eine umfassende Pensionsreform durchgezogen, die unter anderem auch ein höheres (und flexibleres) Pensionsalter vorsieht.
In Finnland gibt es ein „Programm für ältere Arbeitnehmer“ und ein „Wellbeing at work“-Programm. Um die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben „messen“ zu können, wurde sogar ein „Wellbeing at work“-Index (WAT) eingeführt. Das finnische „Age Management“ kann als vorbildlich bezeichnet werden.
Und während bei uns Jungunternehmer förderungswürdig sind, werden in Japan Unternehmensgründungen von Sechzigjährigen gefördert. Viele Japanische Unternehmen beschäftigen ältere Mitarbeiter als Berater. Rund 1500 staatliche „Silver Human Ressource Centers“ vermitteln Senioren als Lehrer, Kinderbetreuer oder Management-Helfer. Wie anders doch die demographische Entwicklung interpretiert werden kann, wenn man nicht nur jammert, sondern sich auf den Wandel einstellt. Nicht zuletzt bedeutet das, dass sich auch die Medizin in Zukunft darauf einstellen muss, wie z. B. Prim. Dr. Franz Böhmer fordert.
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Korrektur der Altersweitsichtigkeit ohne Laser und Skalpell
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Die Konduktive Keratoplastik (kurz: CK), ein neues Verfahren zur Korrektur der Altersweitsichtigkeit, der Weitsichtigkeit und der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) kommt ohne Skalpell und ohne Laser aus. Die Methode ist daher besonders sanft, sicher und praktisch schmerzfrei. Die meisten Patienten können bereits am Tag nach der Behandlung wieder arbeiten.
Der besondere Vorteil dieser Methode liegt also darin, dass hier weder Gewebe abgetragen noch geschnitten wird. Stattdessen wird mit der Energie von Radiowellen das Gewebe der Hornhaut an mehreren Punkten kreisförmig sacht erwärmt, wodurch die Hornhautkrümmung steiler wird. Mit der Behandlung wird ein Fokussieren auf nahe Gegenstände (Zeitung, Handy etc.) ohne Lesebrille möglich. Auch Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) können damit punktgenau korrigiert werden.
Allerdings: Nichts in der Medizin ist vollkommen. Die Methode ist auch ein Kompromiss, weil nur ein Auge operiert wird, mit dem man dann lesen kann, das andere braucht man weiterhin für die Fernsicht. Monovision nennt an das, und das ist gewöhnungsbedürftig. Das räumliche Sehen und das Abschätzen von Distanzen werden dadurch beeinträchtigt, was beim Autofahren eine Rolle spielen kann.
siehe auch: Senioren




